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Zahnriemenschloss

Zahnriemenschlösser finden Verwendung, wenn endliche Zahnriemen nicht montierbar sind

Antriebs- oder Transportzahnriemen werden gelegentlich in Einbausituationen eingesetzt, in denen sie nur sehr schwer getauscht werden können. In solchen Fällen kann ein Zahnriemen mit einem Zahnriemenschloss eingesetzt werden. Die Enden des Zahnriemens lassen sich mit dem Zahnriemenschloss verbinden und, je nach Ausführung, wieder öffnen.
Da der Zugstrang eines Zahnriemens bei der Verwendung eines Zahnriemenschlosses unterbrochen wird, kann ein solcher Zahnriemen nicht die volle Kraft übertragen. Die Zähnezahl der Zahnriemenräder darf nicht so klein wie bei einem endlosen Zahnriemen gewählt werden.
Vom Grundaufbau sind alle Zahnriemenschlösser gleich aufgebaut. Die beiden Enden werden so fingerförmig ausgeschnitten, dass die entstehenden Finger sich überlappen und die Zähne der Enden keinen Versatz haben.

Zahnriemen mit Einlegeteil und Platte verbinden

Die Enden des Zahnriemens werden über eine Länge von 10 Teilungen fingerförmig ausgeschnitten. In den Zähnen werden Nuten und Bohrungen eingebracht. Im Zahnrücken werden Aussparungen gefräst. In die Nuten der Zähne werden Einlegeteile eingesetzt. Sie verbinden die einzelnen Finger der Zahnriemenenden miteinander. In die Aussparungen im Zahnriemenrücken werden Platten eingelegt und mit den Einlegeteilen in den Zähnen verschraubt. Die Platten sind bündig mit dem Zahnriemenrücken.

Zahnriemen mit Gewindestangen verbinden

Die fingerförmigen Enden des Zahnriemens werden unterhalb des Zugträgers mittig im Zahn der Verzahnung gebohrt. Durch diese Bohrungen werden Gewindestangen eingedreht. Die Gewindestangen verankern sich in dem PU und werden nicht zusätzlich gesichert.
Diese Verbindung lässt sich nicht so leicht wieder lösen, da die Gewindestangen keine Flächen zum Herausdrehen besitzen und komplett im Zahnriemen eintauchen.

Autor: Uwe Koerbitz


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